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28. Alb-Extrem 2011

 


I wear my sunglasses at night



Obacht: übermässiger Bananenkonsum kann zu Verdauungsproblemen führen!

 


Long train running - kostet leider den Gruppenanschluss

 


Rundherum nur Gegend

 


Alles richtig gemacht: Pils, Pommes und Pokal

 


Nach Gruppensiegen 2008, 2009 und 2010 waren die Südschweden * wieder mal an der schwäbischen Alb angetreten, Ihren Titel zu verteidigen. Gestärkt mit Maultauschen nach einheimischer Art und Göppinger Mineralbrause, stellen sich die „Südschweden“ der Verteidigung. Bei frischen 8° Grad waren ~ 80 Südschweden um 5:00 Uhr am Start vereint, um an vorderster Reihe dabei zu sein. Bis zum erlösenden Startschuss um 5:30 Uhr hieß es zittern und nachdenken, hab ich das richtige angezogen, welche Strecke fahre ich 190, 210 oder 260 km?

Endlich der Startschuss, die Klickpedalen rasten der Reihe nach ein, langsam löst sich der Lindwurm, das Teilnehmerfeld 3.500 Starter auf zwei Startplätzen verteilt. Der erste Anstieg liegt vor uns, gleich Kalt ohne vorgewärmt im Berg nach Hohenstaufen hoch, von rechts vereint sich das zweite Starterfeld.Eine rasante Abfahrt folgt, das Feld ist noch dich zusammen, erster Kontrollpunkt ist in Schwäbisch Gmünd. Alles drängelt sich, jeder will schnell durch.

Dann wieder ein Anstieg und eine herrliche Abfahrt durch Ottenbach, am Start vorbei, komisch, hier war ich doch schon mal. Der Rechberg wartet schon, noch kann ich mich freuen. Die kühlen Temperaturen sind schon vergessen, die erste Verpflegung ist in Waldstetten nach 50 km erreicht. Schnell Auftanken, es ist noch recht frisch, hoffentlich wird es bald wärmer.

Nächste Verpflegung ist in Bartholomä noch 42 km, doch davor liegen noch drei Anstiege. Jedesmal ~200 Höhenmeter, naja sind halt nicht so viel wie in den Alpen.

Vor Bartholomä noch eine schöne Flachetappe, endlich kann ein Nordlicht gegenüber den bergerprobten Schwaben glänzen. In Bartholomä angekommen, reichlich Verpflegung, Brühe, Brötchen, Bananen und Riegel etc. Frisch gestärkt geht es weiter, nächste Kontrolle ist in Waldhausen, dort wartet der Fotograph Frank Kofler, der jedes Jahr einen Link auf der Homepage des Alp-Extrem mit jede Menge Bilder eingestellt.

Nur noch links Abbiegen und den Anschluss an der Gruppe nicht verlieren, wenn da nicht eine schnaufende Dampflok wäre, Gruppe verpasst.

Warten….noch ein Berg liegt vor uns. Nächste Verpflegung ist in Hofstett-Emerbuch ~ 140 km geschafft. Bananen so viel man möchte, aber auch andere Leckereien. Reichlich Auswahl, Müslikuchen, Joghurt, Brötchen, Brühe, Riegel etc..

Die Temperaturen immer noch nicht besser, 15° Grad, bald kommt die Streckenteilung, meine Überlegungen schwanken. Die Hitzeschlachten der letzten Jahre kein Maßstab.

Vor der Streckenteilung ein freies Hochplateau, der Wind weht kräftig, der Funkturm zeigt an, ich habe den höchsten Punkt erreicht. Meine Entscheidung ist gefallen, ich fahre die 210 km Strecke, Kälte und Wind müssen als Ausrede herhalten.

Eine schöne Abfahrt und lange Flachstrecke folgt, ich fühle mich wieder wohl. Nächster Verpflegung ist beim Hexensattel. Letzte Kräfte werden für den 16% und 600 m langen Anstieg mobilisiert. Oben angekommen, eine super Verpflegung. Lecker Hefezopf im XXL-Format, ich gönn mir ein Nachschlag. Jetzt schmeckt sogar Cola m. Orange. Vor uns liegt Unter-/Oberböhringen, ein 2,6 km Anstieg mit ~ 12-14% Steigung, mittlerweile Fluch ich immer mehr.

Die Streckenführung ist wegen einer Baustelle geändert. Jeder fährt für sich im Berg, jeder im eigenen Rhythmus. Eine Abfahrt noch, dann noch die Stöttener Stiege 2,8 km, bis zur Verpflegung in Stötten. Der Anstieg ist mit ~ 8% moderat, wenn man nicht 180 km in den Beinen hätte. Die Verpflegung in Stötten der letzten Labestation lecker, Laugenbrenzel m. Butter, Joghurt, Riegel oder belegte Brötchen. Der Schatten einer großen Kastanie lädt zum ausruhen ein, wenn Sonne da wäre.

Direkt nach der Labestation, ein 600 m Anstieg mit 16 % Steigung. Nicht mehr weit bis zum Ziel. Nur noch ein Anstieg zum Rechberg, ich mag keine Berge mähr ... M … N , Kommentar verschlüsselt, nur noch zwei Kehren, dann ist es geschafft. Dann eine herrliche Abfahrt, die letzten 30 km sind geschafft, 210 km und 3.450 hm.

Gruppensieg “Die Südschweden” 2011

Schnell im Zieleinlauf die Wertungskarte entwerten lassen, die Gruppenwertung ist gesichert, Frank wartet schon, ist wegen dem Wetter nur 190 km gefahren. Dann im Zelt bei heißen Cafe‘ aufwärmen und die Gruppenwertung abwarten. Nach und nach rollen Marius, Reimund, Tobias und Klaus im Ziel ein. Einige sind die kürzere Strecke gefahren, ob es diesmal für eine Titelverteidigung reicht, skeptisch herrscht unter den Südschweden.

Mit jeder Ankündigung der Platzierungen steigt die Anspannung;

5. Team 110 Göppingen
4. Bosch Reutlingen und Freunde
3. TV Birenbach

dann Jubel, der zweite Platz geht an die RSF Bartholomä.

Es bleibt nur noch eine Gruppe übrig.
1. Die Südschweden.

Jipieee heiheeeee

Gesamtfahrleistung der Südschweden; 16.630 km mit 73 Fahrer/innen und 227,8 km/Fahrer.

Wiedermal eine „Alb-Extrem“ und einen ♥ lichen Dank, an die Organisatoren des MRSC Ottenbach und 350 Helfern sowie unermüdlichen Einsatz unseres Gruppensprechers Friedel.

* die Südschweden ist eine lose Vereinigung von Radsportlern an dem Münsterland, Emsland und Osnabrücker Land, die nur für den Radmarathon „Alb-Extrem“ geschlossen wird. Der Name wurde 1998 gegründet, auf Nachfragen der Schwaben zur Herkunft der Norddeutschen, die darauf sagten „das ist ja in Südschweden“. Mit steigendem Bekanntheitsgrad, wurde die Gruppe sogar durch einheimische Schwaben verstärkt.

Gründer und Organisator der Gruppe ist Friedel Meyer. Anmeldung zur Gruppe unter e-mail; friedel_meyer@t-online.de